4.06.2017
 
Das Lebendige ist das, was ein Interesse
an sich selbst hat, das um sich besorgt ist
und dementsprechend reagiert.
Und das berührt uns: Weil wir nämlich
selber lebendig sind und diese Sorge
um die eigene Verletzlichkeit teilen.
Wir verstehen die Verletzlichkeit eines
anderen Lebewesens, weil wir selbst in
einem verletzlichen Körper stecken und
diese Sorge um die eigene Identität kennen.
 
Andreas Weber
14.05.2017
 
Eine Zelle muss sich immer wieder selbst aufbauen,
weil sie sich sonst auflöst.
Materie strebt auf Grund des Dranges zur Entropie
immer dem niedrigsten Energiezustand zu.
Dagegen muss die Zelle ständig anarbeiten.
Ein lebender Organismus ist gewissermaßen ständig
auf der Kippe und darum besorgt, sich selbst aufrecht
zu erhalten, einer Form der Selbstorganisation.
Damit entsteht ein Interesse an der eigenen Identität.
Der um sich selbst besorgte Organismus bewertet alles,
was von außen kommt, entweder als gut oder schlecht.
Hätte er kein Interesse an seinem Überleben,
wäre ihm das egal.
 
Andreas Weber

23.04.2017

 

Der erste Schluck aus dem Becher

der Wissenschaft macht atheistisch.

Aber auf dem Grunde des Bechers 

wartet Gott.

 

(W. Heisenberg)

23.03.2017
 
Wir wissen nicht, was für eine Energieform ein Gedanke ist.
Er erzeugt einen neuen Bewusstseinszustand als Energiefeld.
Wir wissen nur, dass er viel mehr beeinflussen kann,
als uns bewusst ist, sowohl den Gedankenerzeuger als Subjekt,
als auch den Gedankenempfänger als Objekt.
Die Positionen von Subjekt und Objekt können sich austauschen.
Das wichtigste Prinzip im Gedankensystem des Menschen
ist die “sich selbsterfüllende Gedankenprophezeiung”,
auch SFP “self fulfilling prophecy” genannt.
Moderner ist das Prinzip des SFI “self fulfilling imagery”
die “sich selbst erfüllende Vorstellung”.
“Sie ist eine mentale Vorstellung, die ihre eigene Erfüllung
selbst bedingt, indem sie beim Vorstellenden ein dazu notwendiges
unabsichtliches Verhalten auslöst”.
Sie gehört zur wichtigsten Form der Selbstwirksamkeit,
zur Formung des Selbst auf dem Lebensweg.
(Tertio)
13.03.2017
 
Worin unterscheiden sich die Menschen
am meisten.? In der Wahrnehmung
der Lebensabläufe.
Der erste betrachtet das Wasserglas als halbvoll,
der zweite als halbleer,
der dritte betrachtet das Wasser
und freut sich über den Genuss.
Auch die Wahrnehmung der Zeit
der täglichen Abläufe des Tages
ist für jeden Menschen verschieden.
Welche Intensität in der Wahrnehmung
spricht aus diesen Worten.
 
“Jeder Tag ist ein kleines Leben -
jedes Erwachen und Aufstehen
eine kleine Geburt,
jeder frische Morgen
eine kleine Jugend,
und jedes zu Bett gehen und Einschlafen
ein kleiner Tod.”
 
A. Schopenhauer