21.08.2016
 
Eigenartig, dass wir uns selbst immer bestimmte
Eigenschaften zuschreiben,
wo wir doch in Wirklichkeit nur das sind,
was die anderen von uns halten -
eine Sammlung von Eindrücken anderer Menschen?
(L.Durrell)
06.08.2016
Keine Zeit hat so viel und so Mannigfaltiges vom
Menschen gewusst, wie die heutige.
Aber auch keine Zeit wusste weniger,
was der Mensch sei, wie die heutige.
Keiner Zeit ist der Mensch so fragwürdig
geworden, wie der heutigen.
(Heidegger)

16.07.2016

Es gibt nur
eine falsche Sicht:
die Überzeugung,
meine Sicht
ist die einzig
richtige.

Nagarjuna

01.07.2016
 
Das wissen Sie ja, dass Ihre Vorstellungen, wenn sie umgegossen sein sollen in den Willen,
dann untertauchen müssen in die Untergründe des menschlichen Wesens,
dass der Gedanke selber noch nicht durchzogen ist von dem Willen.
Der Gedanke aber, der draußen in der Welt wirkt, der ist durchzogen und durchwebt vom Willen.
Und das eben ist das eigenartige des Geistes, der objektiv draußen die Dinge durchwirkt,
dass er schöpferisch ist. Dadurch ist er aber nicht mehr nur Gedanke, dadurch ist er Geist.
Der Gedanke der menschlichen Natur ist dadurch zustande gekommen,
dass der Wille aus dem Geist herausgepresst ist und dass dieser wie ein Reflex
erst aus dem Menschen heraus erscheint. Für den geistigen Blick zeigt er sich
draußen nirgends von dem Schöpferischen getrennt. 
 
Rudolf Steiner

18.06.2016

 

Geist ist kein festes Ding von Dauer, er ist ein Prozess, ein wahrer Geist‑"Strom".

Allein dadurch, dass Gedanken durch den Geist ziehen, "sichern" sie schon seine Kontinuität.

Würde der Geist immerzu bei einem Gedanken verharren, dann würde er festfahren, einfrieren.

Da der Geist sich aber dauernd bewegt, da er dynamisch ist, kann man die äußere Welt

durch sich ständig ändernde Sinneseindrücke wahrnehmen. Man kann sehen, hören, fühlen usw.

Wir können den Geiststrom zum Beispiel mit dem schnellen Lesen einer Reihe von Worten vergleichen.

Jedes Wort wäre mit einem Gedanken verbunden und man kann diese Gedankenreihe nur verstehen,

weil der Geist keine feste unveränderliche Einheit ist. Wäre unser Geist nicht dynamisch,

würden wir bei 'A' hängen bleiben und niemals zu 'B' gelangen.

Der Geist bewegt sich in jedem Moment, er bleibt niemals an seinem Ausgangspunkt.

 
Shamar Rinpoche